Feldbahnmuseum in Hildesheim
 Industriegeschichte auf schmaler Spur

Schätzungsweise 140 Feldbahnen gab es im Hildesheimer Land, die  in der Börde die Zuckerrüben zur Fabrik fuhren und im Bergland in Steinbrüchen  und Ziegeleien die Bodenschätze zur Verarbeitung transportierten. Im Duinger Raum zählten dazu unter anderem die Bahn der Norddeutschen Steinzeugwerke zu den Tongruben am Doberg, die Braunkohlenbahn der Gewerkschaft Humboldt bei Wallensen und die Kalkbahn von Marienhagen. Die Feldbahn der Tonindustrie Niedersachsen  bei Coppengrave war als letzte noch bis 1986 in Betrieb.

Das Hildesheimer Feldbahnmuseum
am Kennedydamm hat eine in Norddeutschland einmalige Sammlung historischer Originalfahrzeuge  zusammengestellt, um die Bedeutung dieses Transportsystems für die Industrialisierung des Hildesheimer Landes vor dem Vergessen zu bewahren.  Besucher können die etwa 25 Loks und 50 Wagen bestaunen, die zum größten Teil  betriebsbereit sind und auf einer eigens eingerichteten Gleisanlage in typischen  Zuggarnituren vorgeführt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zu Mitfahrten. Ein gemütlicher Biergarten und ein Kaffeebüfett sorgen dafür, dass der Aufenthalt auch für Nichtfachleute kurzweilig ist.
Das Feldbahnmuseum ist nur an wenigen Fahrtagen regulär geöffnet (jeweils von 10 bis 18 Uhr).
Im Jahr 2001 sind das der 20. Mai, 10. Juni, 19. August und der  16. September.
Eintritt 5 DM

(Verfasser Martin Gorissen)
E-Mail:
martin.gorissen@web.de